5 mal Wissenswertes über Bier

Hättet ihr es gewusst?
Hättet ihr es gewusst?

Macht Bier wirklich dick? Und warum sind die meisten Bierflaschen eigentlich braun?

Mit diesen 5 wissenswerten Dingen über Bier könnt ihr beim nächsten Kumpels Abend den schlauen Finger heben und erklären warum Bier beim Flaschen-Aufeinanderschlagen überhaupt anfängt zu sprudeln.

Was ist das Deutsche Reinheitsgebot?

Brauereien, die ihr Bier heute „nach dem Deutschen Reinheitsgebot“ brauen, garantieren, dass als Inhaltsstoffe lediglich Hopfen, Malz, Hefe und Wasser zum Einsatz kommen.
Erlassen wurde dieses Gebot vor einigen hundert Jahren aus zwei Gründen:
Zum einen hatten die deutschen Brauer Angst vor dem damals stetig steigenden Import von süßen Bieren, die ihnen den Absatz klauten. Außerdem gab es damals genaue Vorschriften, wie viel der Liter Bier kosten darf. Die Konsumenten klagten aber häufig über „schlechtes Bier“, da die Brauereien mit dem festgelegten Bierpreis den Gewinn nur durch günstigere (und somit häufig auch schlechtere) Rohstoffe erhöhen konnten. Mit dem Reinheitsgebot konnte so für einen gewissen Qualitätsstandard gesorgt werden.

Dass das Deutsche Reinheitsgebot in seiner heutigen Form schon damals so beschlossen wurde ist übrigens falsch. Mit den Jahren wurde das Gesetz immer wieder angepasst.

Wikipedia bietet einen guten Einblick in die teils verwirrende Entwicklung des Deutschen Reinheitsgebotes: http://de.wikipedia.org/wiki/Reinheitsgebot

Wie lange ist Bier wirklich haltbar?

Wie gewöhnliche Lebensmittel haben auch alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von bis zu 10% ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).
Dieses Datum gibt den Tag an, bis zu welchem das Produkt mindestens noch genießbar ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Tag nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums das Produkt weggeworfen werden muss.

Vor Allem Bier wird so schnell nicht schlecht. Brauereien garantieren bis zum Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums, dass sich das Bier weder in Farbe noch im Geschmack verändert.
Bei längerer Überschreitung des MHDs können diese Änderungen eintreten, was ein Bier aber nicht unbedingt ungenießbar werden lässt.

Wegschütten sollte man das Bier hingegen, wenn sich in der Flasche (kleine) Fäden bilden.

Warum sind Bierflaschen meistens braun?

Bei Lichteinfluss kann sich durch einen chemischen Ablauf der Geschmack des Bieres ändern. Es wird schneller schlecht.
Um das Bier möglichst gut vor Lichteinfluss zu schützen, wird es deswegen häufig in den dunkelbraunen Flaschen, die nur wenig lichtdurchlässig sind, abgefüllt.

Auch die grünen Flaschen haben einen schützenden Effekt, dieser ist nachweislich aber nicht so hoch, wie der der braunen Flaschen. Brauereien (bspw. Heineken) bleiben aber häufig wegen des Wiedererkennungswertes und aus Marketinggründen bei dieser Farbe.

Biermixgetränke oder Biere, die nicht den „typischen Biergeschmack“ haben (bspw. Desperados), werden oft in klare, transparente Flaschen abgefüllt, um dieses Bier vom „normalen Bier“ abzugrenzen. Das durchsichtige Glas enthält dabei ein bestimmtes Metalloxid, dass vor Lichteinfluss schützt.

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Wenn ihr das Bier sowieso nicht lange oder immer im dunklen Keller/Kühlschrank lagert, spielt die Lichtdurchlässigkeit der Flasche aber ohnehin keine Rolle.

Warum schäumt Bier beim Flaschen-Aufeinanderschlagen über?

Ein beliebter Partygag: Dem Anderen, der gerade nicht aufpasst, die eigene Bierflasche zentriert auf den Flaschenhals hauen. Das Ergbnis: Das Bier fängt sofort an zu schäumen und sprudelt wie im Video zu sehen nur so aus der Flasche.

Beim Zusammenstoßen beider Flaschen entstehen Druckwellen im Inneren der unteren Flasche. Diese Wellen werden in der Flasche immer wieder reflektiert und bringen Bläschen in der Flasche dazu, sich zu teilen. Die Kohlensäure im Bier wiederum setzt sich in den Bläschen ab, diese werden größer und steigen nach oben. Je mehr Kohlensäure aufgenommen wurde, desto schneller steigen die Bläschen. Das führt schließlich zum Überlaufen der Flasche.

Kleiner Tipp:
Falls ihr einmal zum Opfer werden solltet, steckt einfach den Finger in den Flaschenhals und besprüht mit dem rausspritzenden Bier den Kollegen, der euch das angetan hat.

Macht Biertrinken wirklich dick?

Ein Mythos, der vermutlich schon mit den ersten gebrauten Litern Bier geboren wurde. Tatsächlich hat Bier aber weniger Kalorien wie die gleiche Menge an Apfelsaft, dass (alleine) kann es also nicht sein. Auch die Hefe im Bier lässt unseren Magen durch einen etwaigen Gärprozess nicht permanent dick werden. Irgendwann kommt die Luft (auf verschiedenen Wegen) auch wieder raus, sonst würden wir bei zu viel Bier ja irgendwann platzen.

Die Inhaltsstoffe des Bieres bringen den Magen allerdings dazu, zu arbeiten. Das teilt er uns über eines unserer Grundbedürfnisse auch mit: Wir bekommen wieder Hunger.
In der Stadt machen wir also noch einen Zwischenstopp beim Schnellrestaurante oder Dönerladen unserer Wahl. Zuhause plündern wir dann noch den halben Kühlschrank.

Je nach dem, wie häufig man unterwegs ist und einen die „Bier-Fress-Attacke“ heimsucht, führt das Biertrinken also indirekt wirklich zur dicken Plauze.

Wer es schafft seinen Heißhunger unter Kontrolle zu halten, nicht jeden Abend auf Sauftour geht und sich sonst den Tag über auch mal bewegt, der muss also keine Angst vorm Bierbauch haben.

Jetzt seid ihr gefragt!

Hättet ihr es gewusst?
Erzählen wir totalen Quatsch und ihr wisst es besser?
Was wolltet ihr schon immer einmal über Bier wissen?

Lasst es uns wissen und schreibt einfach einen Kommentar!

(Foto: Adrian Pike, flickr; bearbeitet)

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